Hintergrund der SKAN Körperarbeit

Hintergrund der Arbeit

Das Gedächtnis unseres Körpers im Kontext integrativer Körperarbeit

„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare“, sagte einst der Dichter Christian Morgenstern. Dass ein enger Zusammenhang zwischen den beiden Einheiten Körper und Seele besteht, dürfte heute kaum jemand mehr bezweifeln. Die wesentliche Frage aber ist: Wie lässt sich dieses Wissen auf die integrative Körperarbeit übertragen?

Ich spreche in dem Zusammenhang gerne vom Gedächtnis unseres Körpers. Denken Sie einmal mit mir zurück: Erinnern Sie sich noch an Ihre ersten Lebensjahre? Die ersten Worte, das Gute-Nacht-Liedchen im Babybett? Nein? Nun, mir geht es ähnlich. Tatsächlich aber ist alles, was Sie zu dieser Zeit erlebt und gefühlt haben, in Ihrem Körper gespeichert. In der Fachliteratur ist in dem Zusammenhang gern vom “implizierten Gedächtnis” oder auch “Leibgedächtnis” die Rede.

Es umfasst sämtliche vergangenen sensorischen, motorischen und emotionalen Erfahrungen. Sie können sich sicher vorstellen: Hier ruht ein Fundus an Wissen - aber nicht nur das. Das Gedächtnis unseres Körpers steht in Verbindung mit körperlichen Reaktionen und nimmt immensen Einfluss auf unser Erleben der Welt im Hier und Jetzt.

Der Kontakt zu unserem Inneren - Gefühle, Körperwahrnehmung und Intuition als Quelle der Kraft

Die Zeit heile alle Wunden, besagt ein Sprichwort. Doch ist das wirklich der Fall? Psychotherapeuten antworten mit einem klaren Nein. Denn tatsächlich prägen Erfahrungen unser Leben ganz entscheidend – die guten wie die schlechten.

Tatsächlich ist jeder Mensch irgendwann im Leben Stress ausgesetzt. Dabei kann dieser durch ganz unterschiedliche Einflüsse ausgelöst werden: Schmerz, Angst, Überforderung oder Unangemessenes zum Beispiel.

Ein kurzer Stressmoment ist dabei keine Tragödie. Fundamentale Folgen aber kann es haben, wenn wir der Stresssituation über einen längeren Zeitraum ausgeliefert sind, als als hilfloses Baby z. B.

Was nun geschieht, bezeichnen Psychoanalytiker als „Entfremdung“. Wir versuchen, uns aus Selbstschutz den Gegebenheiten anzupassen. Das geschieht, indem wir uns von unserem inneren Kern entfremden. Wird dies zur Gewohnheit, blenden wir nach und nach die eigene innere Wahrnehmung aus. Das bedeutet: Wir lassen Gefühlen wie Liebe und Lust, Wut und Schmerz nicht mehr freien Lauf, sondern überantworten sie einer unbewussten Kontrolle. Warum? Weil sich Körperwahrnehmung, Gefühle und Intuition für uns von einer Quelle der Kraft und Lebensfreude in eine Bedrohung verwandeln.

Diese zu einem bestimmten Zeitpunkt notwendige Überlebensstrategie verwandelt sich unbewusst und schleichend in eine Lebensstrategie. Das Resultat: ein anhaltendes Gefühl der Leere und Kraftlosigkeit, Gefühlskälte und gedämpfter Emotionen. Oft suchen Menschen nun rastlos, ohne eigentlich zu wissen, wonach. Getrieben werden sie von der Sehnsucht nach einem erfüllteren Leben. Beziehungsprobleme, depressive Phasen und Erkrankungen können die Folge sein.

Hinzu kommt: Wir fangen an, uns durch “die Brille der anderen” zu betrachten. Doch was wir nun erleben, verwirrt, denn zwei unterschiedliche Bilder prallen aufeinander. Die Sicht der Mitmenschen, auch der gesellschaftlichen Konzepte, harmoniert nicht länger mit unserem Inneren. Das Resultat: Wir erleben uns selbst gestresst und „irgendwie unstimmig“.

Was in Folge geschieht, bestätigt die Theorie des Psychoanalytikers Wilhelm Reich – nämlich, dass psychische Beschwerden körperliche Reaktionen auslösen können. Physische Blockaden machen sich zum Beispiel bemerkbar als chronische Verspannungen oder Sensibilitätsstörungen, unser Atem verflacht sich, wir leiden unter Schlafstörungen. Reich sprach in dem Zusammenhang von einem „Körperpanzer”, der sich um unseren inneren, lebendigen Kern legt.

Gefühle als Grundlage des Wandels – mehr Lebendigkeit und Vitalität

Die integrative SKAN Körperarbeit zielt darauf ab, die beschriebene Entfremdung rückgängig zu machen, den Kontakt zu unserem Inneren wiederherzustellen und unsere Harmonie zurückzugewinnen.
SKAN basiert auf der Annahme, dass Gefühle die Basis jeder Erfahrung bilden - und damit auch eines Persönlichkeitswandels. Erinnerungen, die im Alltagsleben nicht oder nur schwer zugänglich sind, werden aus dem Gedächtnis unseres Körpers ins Bewusstsein gehoben. So setzt die integrative Körperarbeit vergessene oder unterdrückte Gefühle frei.
Ich möchte Ihnen helfen, Lebendigkeit und Vitalität, den eigenen Körper und die Verbindung zu sich selbst zurückzuerobern. Ich will Ihnen Wege zeigen, überfordernde Gefühle zu besänftigen. Alles, was Sie während der Sitzungen erleben, besprechen wir anschließend im Gespräch. Meine Körpertherapie-Praxis finden Sie in Berlin Neukölln.